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„Death never comes too late“ (irisches Sprichwort)

Hans-Joachim “Sopi” SopartIch habe gestern die traurige Nachricht erhalten, dass  Montag früh mein guter Freund, der begnadete Cartoonist und leidenschaftliche Whiskytrinker Hans Sopart im Alter von 64 Jahren in Berlin verstorben ist.

Er wird allen, die ihn kannten mit seiner unvergleichlichen Art in Erinnerung bleiben. Es war ihm immer ein Anliegen, alle Menschen in seiner Umgebung zum Lachen zu bringen – auch wenn ihm selbst wohl oft zum Weinen zumute war. Er schreckte in Wort und Bild vor keinem geschmacklosen Witz zurück, warf dabei aber immer einen zutiefst verständnisvollen Blick auf menschliche Schwächen und Macken.

Als „Sopi“ zeichnete er großartige Cartoons, denen leider kommerzieller Erfolg versagt blieb – die Leute sollten seine Zeichnungen mögen und drucken wollen, er würde niemanden belagern, um sie zu publizieren. Einen Band gab es immerhin: den „Homo Surficus“, der lange vergriffen ist. Aus seinem Plan, die Bilder im Internet zu veröffentlichen, ist leider nichts mehr geworden.

Dem Tod ein Bein stellen - Sopi
© Sopi

Seine Leidenschaft gehörte dem schwarzen Humor, dabei war er nie verbittert oder zynisch. Im Gegenteil, einen liebevolleren und gütigeren Menschen habe ich selten kennegelernt. Er verehrte den irischen Schriftsteller Flann O’Brien und war überhaupt ein großer Irland-Fan – sein „My Goodness!“ in allen Lebenslagen wird mir noch lange in den Ohren klingen.

Hans sagte nie Nein zu einem guten Whisky, auch wenn ihm das „gut“ mehr und mehr egal wurde. Eine schwere Diabetes und zunehmende Herzprobleme behandelte er nur halbherzig, der Umzug in eine neue Wohnung wurde kein Neuanfang mehr, sondern der Beginn des letzten Kapitels eines reichen und vollen Lebens.

Mit seinem Tod verlieren wir einen wunderbaren Künstler und einzigartigen Menschen. Uns tröstet, dass wo immer er jetzt sein mag, die Luft vor Lachen bebt.
Slainte, Hans!

Foto: Adam Smolinski, August 2003

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